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60 JAHRE ROBERTO
Geschrieben von: Administrator
Donnerstag, den 15. Oktober 2009 um 14:05 Uhr

Januar 1949. Robert und Anny Pawliczek eröffnen in der Schönau eine Schuhmacherei mit einem kleinen Laden. Schnell machen sich die „ ein bisserl anderen Allgäuer“ (Haferlschuhe) einen Namen, denn speziell den Plattlerschuhen gibt Robert Pawliczek, der sich 1934 als Südtiroler für eine Zukunft in Deutschland entschieden hatte, einen speziellen eleganten Auftritt, .ein wenig italienisch halt.Daher nennt man das Geschäft „Roberto“ und das ist für Berchtesgadener Zungen auch leichter auszusprechen und zu merken wie der holperige böhmische Familienname.

In den fünfziger Jahren lief die Schuhmacherei auf Hochtouren, Allgäuer, Skischuhe (nach eigenem Design schon mit erhöhtem Schaft und Innenschnürung) und Fellschuhe nach Maß waren sehr begehrt, man Beschäftigte seinerzeit bis zu fünf Gesellen in der Werkstatt. Gleichzeitig wuchs auch der kleine Laden, den Anny Pawliczek immer mehr zum Allround- Versorger ausbaute. Neben Hausschuhen , Textilien und ersten Sportartikeln bestand auch Nachfrage nach Drogerieartikeln,  da in der Oberschönau noch nicht so richtig etwas angeboten wurde.
In den folgenden Jahren entwickelte sich „Sport Roberto“ immer mehr in Richtung Sportgeschäft., Ski aus industrieller Fertigung wie „VÖSTRA“  (heute Völkl) gehörten bald zu den Hausmarken von Sport Roberto. Aber auch Ski-Mode und Accessoires rundeten das Angebot ab.

 

Als im Frühjahr 1968 der Firmengründer Robert Pawliczek im Alter von 56 Jahren auf tragische Weise ums Leben kommt, und Mutter Anny aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu Geschäftsführung in der Lage ist, heißt es für die Kinder Annemie (damals 22) und Robert (17)der gerade seine Ausbildung als Sportartikel-Kaufmann abgeschlossen hat, die geschäftliche Verantwortung zu übernehmen


Annemie und Robert Pawliczek


Treue Kunden der Eltern und Freunde ermöglichten einen ordentlichen Start der jugendlichen Unternehmer. Der einsetzende Ski-Boom in den Siebzigern und die Innovationen der Ski-und Modeszene (die man übrigens immer zuerst bei Sport Roberto fand) machte es möglich, schon bald kräftig auf dem einheimischen Sportmarkt mitzumischen.
Immer mutiger werdend, präsentierte man das Angebot im Rahmen von Grossveranstaltungen im Kur-und Kongresshaus beim Saisonauftakt  „Ski In“ mit großem Erfolg und Sport Roberto gilt seither als „Geheimtip“ in Sachen Skimode und innovativer Skiausrüstung.
Im Jahre 1978 avancierte man sogar zum „Königlich-Bayerisch-Jordanischen“ Skiausrüster, als sich der Jordanische König Hussein I. mit Königin Nur ein paar Skitage in Berchtesgaden gönnte.
Inzwischen  ist die nächste Generation in der Schönau am Ruder : Junior-Chefin Simone Ströhlein-Nixdorf führt seit 2001 mit ihrem charmanten Team die  „Sportique Roberto“ an der Oberschönauer Strasse in Schönau am Königssee.

Aktualisiert ( Samstag, den 03. März 2012 um 23:14 Uhr )